Das Buch
AUTOR(EN) Renate Hartwig VERLAG Pattloch SEITENZAHL 304 AUSSTATTUNG Klappenbroschur HC PREIS EUR (D) 16,95 ISBN3-629-02204-9 ISBN 978-3-629-02204-2 ERSCHEINUNGSTERMIN 10.06.2008 GENRE Aktuelle Debatten
Dieses Buch ist lieferbar.- INHALT
- LESERSTIMMEN
Der verkaufte Patient
Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werdenWeil mit Gesundheit kein Staat mehr zu machen ist, liefern die Politiker unser Gesundheitssystem an den freien Markt aus. Der kranke Mensch gerät ins Visier von Kapitalgesellschaften, die nur ein Interesse haben: maximale Rendite.
Was in Deutschland unter dem Etikett »Gesundheitsreform« läuft, ist Sprengstoff erster Ordnung. Es geht um 240 Milliarden Euro und um den größten jemals inszenierten Betrug am deutschen Bürger, um seine Ausplünderung als Patient. Noch haben die Bürger eine Chance, den Politikern die rote Karte zu zeigen.
Renate Hartwig, die Mutter Courage unter den deutschen Sachbuchautoren, gibt der wachsenden Empörung eine Stimme und klagt an: Krankenschwestern arbeiten für einen Hungerlohn. Alte Menschen verkommen in ihrem Dreck. Aus Patienten werden Kunden, aus Ärzten werden Händler, aus Krankenhäusern werden Abfertigungsanlagen. Und die Hausärzte, die letzten freien Anwälte der Patienten, werden ruiniert und ihrer Existenzgrundlage beraubt, weil sie nicht gleichzuschalten sind.
Leseprobe
Der verkaufte Patient
Einleitung
Wie viel Geld geben Sie für Gesundheit aus, Sie persönlich? Zählen Sie einmal zusammen, angefangen vom Krankenkassenbeitrag über Zuzahlungen in der Apotheke bis hin zu Vitamintabletten und der Rückenschule im Fitnessstudio. Sie werden schnell merken, was auch allgemeine Zahlen belegen: Das Gesundheitswesen beansprucht einen ...
Leserstimmen
Helmut | 18.07.2009
Dank für Ihr soziales Engagement„Vielen Dank für Ihren Einsatz im Sinne unserer gesellschaftlichen Entwicklung zu mehr Herz und Anteilnahme insbesondere im Gesundheitsbereich. Ich bin seit fast 19 Jahren niedergelassener Allgemeinarzt und kann nur bestätigen was in Ihrem Buch zur Sprache kommt. Ich hoffe dass sich die Erkenntnis durchsetzt, das nur wenn es der Gemeinschaft gut geht es auch dem einzelnen gut gehen kann und umgekehrt. Mit lichtvollen Grüßen Dr.Raabe ”
Manuela | 30.04.2009
Vielen Dank!„Hallo, Als chronisch Kranker Patient weiss ich wovon ich rede. Dieses Buch beschreibt das System wie es ist. Ungerecht, intransparent und mafiös. Das Buch ist sehr gut recherchiert. In Wirklichkeit ist es noch schlimmer als im Buch beschrieben. Es trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bedanke mich bei Frau Hartwig für Ihren Einsatz ,für alle Patienten und unsere Ärzte. Ich wünsche mir, das viele Menschen dieses Buch lesen und aufwachen. Vielen Dank! Sie sind eine Wucht ”
H. | 20.10.2008
Schreibaufwand„Gerade bin ich (fast) durch mit Ihrem Buch. Ich kann alles unterschreiben, was da drinsteht, Sie schreiben locker, witzig über ein grauenhaft verstricktes System. Eine Kleinigkeit fehlt in Ihren Beschreibungen jedoch: Der Schreibaufwand wird nur für Krankenkassen und Abrechnungszählereien als aufwändig beschrieben. Tatsache ist jedoch bei Fachärzten, dass sie bei jedem noch so kleinen Furz einen Brief an den Überweiser (der, der diese Abklärung haben will) UND an den Hausarzt berichtet werden muss. D.h. bei jeder Untersuchung besteht eine Berichtspflicht, ohne diese erfüllt zu haben, darf keine Untersuchung abgerechnet werden. Meine mit mir befreundete Hausärztin erzählt schon, dass diese nichtssagenden Pflichtbriefe ihre Praxis nun regelrecht überschwemmen und die Hälfte davon sowieso inhaltslos ist. Was will man auch immer Neues schreiben, bei einem chronisch Kranken, der seit 100 Jahren die selbe Krankheit hat (Epilepsie beispielsweise) und einmal im Quartal zum EEG muss? Der Text ist Pflicht, ob man es nun braucht oder nicht. Inhalt egal,Hauptsache Brief. Leider sind nun damit inzwischen in unserer Praxis die doppelte Anzahl an Schreibkräften damit bedient, abrechnen kann nur noch eine und die schafft es kaum noch, weil es immer komplizierter wird. Ab 1.1.2009 wieder ein neuer EBM, keiner weiß, was auf ihn zukommt. Die KVen geben die Daten für die Softwarefirmen erst 4 Wochen vor Start durch, d.h. die Programmierer haben Stress wie doof, das noch rechtzeitig hinzukriegen, Prüfläufe fallen flach, meistens ist nach solchen Änderungen am 1.1. dann die Praxis wegen EDV-Fehler lahmgelegt. Sich mit "neuen EBMs" beschäftigen hat im Normalbetrieb auch keiner die Zeit dazu. Dh. wegen der EDV-Probleme kann man sowieso erst ab 01.01. probieren, was geht und was nicht. Einstellung nach örtlichen KVen, Zulassungen und Sonderregelungen muss man dann sowieso von Hand machen, eine EDV-Firma ist mit so was eh überfordert. Tatsache ist, dass wir mit Schreibarbeiten Land unter haben und damit nicht alleine sind. Allein der Mist mit den lebenslangen Arztnummern raubt einem den letzten Nerv. Neue Stempel, neue Formulare, Neue PC-Einstellungen, zig Telefonate mit anderen Praxen, die die Stempeleinstellungen nicht vollständig hatten.... etc. pp. Ab 01.01. wieder eine neue Show, wir freuen uns schon! ”
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